BAFEP 3-jährig

Bildungsanstalt für Elementarpädagogik

Dauer: 3 Jahre

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Bildungsanstalt für Elementarpädagogik

Dauer: 5 Jahre

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für Elementarpädagogik

6 Semester, berufsbegleitend

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BAFEP-Absolventinnen blicken zurück

Sarah und Katharina haben im Juni 2022 an der BAFEP Bischofshofen maturiert. Sarah studiert mittlerweile „Politics and International Studies“ an der University of Warwick im Vereinigten Königreich. Katharina nutzte den Sommer 2022 für eine Reise durch Europa und studiert seit Herbst „Medizinische Biologie“ an der Paris Lodron Universität in Salzburg.

 

Was fällt euch ein, wenn ihr an eure Zeit in der BAFEP Bischofshofen zurückdenkt?

Katharina: Ich bin sehr gerne in die Schule gegangen. Ich finde, wir haben uns als Klasse sehr gut verstanden und auch mit den Lehrer*innen. Es war nicht immer so streng, der Unterricht war gerne etwas lockerer. Vor allem in der vierten und fünften Klasse wurde zunehmend an die Eigenverantwortung appelliert und die Aufgaben konnte man sich oft selbst einteilen. Das hat mich sehr gut aufs Studium vorbereit, da muss man sich die Aufgaben auch selbst einteilen. Wenn man etwas nicht macht, ist man eigentlich selbst schuld. Und auch die Ausflüge waren chillig und abwechslungsreich.

Sarah: Ich kann Katharina auf jeden Fall zustimmen. Irland, die Kreativwoche oder auch die Skiwoche waren richtige Highlights. Was mir vor allem in Erinnerung geblieben ist, ist die Matura und die Vorbereitung darauf. Die Matura wird immer als dieses Riesending beschrieben, aber im Endeffekt war sie dann ein Klacks.

Katharina: (lacht)… ich glaube nicht, dass sie für jede*n ein Klacks war, aber…

... du hast dich gut darauf vorbereitet gefühlt?

Sarah: (lacht) Auf jeden Fall. Insbesondere auf die Mathe-Matura, die dann auch sehr gut ausgefallen ist.

 

Würdet ihr euch nochmal für unsere Schule entscheiden?

Sarah: Also ich würde mich nochmal für die BAFEP entscheiden. Auch wenn es zeitweise schwierig war und es mittlerweile nicht mehr der Beruf ist, den ich ergreifen will. Die Ausbildung hat mir so viele Skills mitgegeben. Ich habe im Kindergarten mit so vielen unterschiedlichen Personen gearbeitet – mit Eltern, Pädagog*innen, Kindern. Ich habe eine hohe emotionale Intelligenz entwickelt und auch gelernt zu reflektieren – aber natürlich auch viel Allgemeinwissen. Ich habe das Gefühl, dass mich die BAFEP auf mein Studium, das in eine ganz andere Richtung geht, richtig gut vorbereitet hat.

Katharina: Da stimme ich zu. Insbesondere der Fokus auf das Soziale - vor allem in Pädagogik, Praxis und Didaktik - war sehr lehrreich. Das Gelernte kann man in vielen Alltagssituationen gut anwenden. Diese Fächer hat man in anderen Schulen nicht. Und ich finde es auch generell für die Gesellschaft wichtig, dass man auch in diesen Kompetenzen geschult wird. Das wird in der BAFEP sehr ernst genommen. Und auch im Kindergarten lernt man so viel dazu – insbesondere von den Kindern, aber natürlich auch im Austausch mit den Pädagog*innen und den Eltern. Im Vergleich zu einer AHS, wo man nicht so richtig rauskommt, hat man viel mehr Arbeits- und Lebenserfahrung. Das prägt einen.

Sarah: Jetzt im Ausland habe ich die Erfahrung gemacht, dass meine Antwort auf die Frage nach der Schulbildung für viele überraschend ist. Wenn man sagen kann, dass man ausgebildete Elementarpädagog*in ist und gleichzeitig die Matura hat, wird das sehr positiv aufgenommen. Ich glaube, ich habe aufgrund meiner Berufserfahrung schon einige Jobs bekommen, die eigentlich gar nichts mit Elementarpädagogik zu tun haben. Aber die Schule ist auch nicht leicht, man braucht auf jeden Fall Durchhaltevermögen.

 

Sarah, was hat dich dazu bewogen, im Ausland zu studieren?

Ich bin mal zufällig auf Project Access gestoßen – das ist eine Organisation, die Schüler*innen hilft, sich bei Top-Unis im Ausland zu bewerben. Dort habe ich an einem sogenannten Boot-Camp teilgenommen. Das war sehr spontan. Das Boot-Camp war richtig cool. Oxford Studierende waren da und haben mit uns Übungen gemacht. Sie haben uns auch Einblick in ihr dortiges Studium gegeben. Danach habe ich meinen Eltern eröffnet, dass ich mich gerne in Cambridge bewerben würde. Schlussendlich habe ich mich an mehreren Unis beworben, ohne viel zu erwarten. Ich sah das Ganze mehr als Challenge. Für mich war auch klar – meine Eltern können mir das Studium in Großbritannien finanziell nicht ermöglichen. Cambridge hat mich in der zweiten Runde abgelehnt, aber durch Zufall habe ich mich dann für ein Excellence Stipendium an der Warwick University beworben. Das Bewerbungsverfahren beinhaltete einen Aufsatz zur Frage: „What makes you excellent?“ Ich habe nicht erwartet, das Stipendium zu bekommen, da es nur an 15 Studierende im Jahr verliehen wird. Und dann habe ich das E-Mail mit der Zusage für ein Vollstipendium bekommen. Ich glaube, das war bis jetzt der beste Moment in meinem Leben.

Hast du in deinem Aufsatz erwähnt, dass du Elementarpädagogin bist?

Sarah: Ja, ich habe alles reingepackt.

Glaubst du, dass das unter anderem ein entscheidender Punkt war?

Sarah: (lacht) Vielleicht. Also ich weiß, dass sie deine Schulbildung, deine Noten aber auch deine außerschulischen Aktivitäten in Betracht ziehen.

Wie geht es dir jetzt an deiner Uni?

Ich finde es megacool. Ich liebe es. Ich war noch nie in einer Umgebung, in der so viel möglich war. Im Sommer nehme ich beispielsweise an einem Forschungsprojekt zu Bildungsgerechtigkeit in Afrika teil, auf das ich mich schon sehr freue. Ich habe das Gefühl, ich kann mich sehr gut weiterentwickeln. Es stehen einem praktisch alle Möglichkeiten offen.

 

Katharina, wie kam es zu deiner Entscheidung, nach der Schule mit Interrail durch Europa zu reisen?

Katharina: Eigentlich wollte ich nach der Schule als Au-pair ins Ausland gehen. Aber mir ist schließlich bewusst geworden, dass das nicht das Richtige für mich ist, da die Anstellung meistens über ein halbes Jahr bis Jahr geht. Außerdem wollte ich mehr von der Welt sehen. Dann habe ich eine Freundin gefragt, ob sie mit mir reisen würde und als Interrail einen 50%-Rabatt-Sale veranstaltete, haben wir gleich zugeschlagen. Die Planung der Reise war am Anfang sehr herausfordernd, aber wir haben uns dann doch gut zurechtgefunden. Durch Interrail haben wir viel von Europa gesehen. Wir haben insgesamt sechs Länder bereist und überall mehr als zwei Wochen verbracht. Da sieht man doch einiges und kann auch die Kultur des Landes erleben. Besonders hat mir gefallen, dass man viele unterschiedliche Charaktere kennenlernt und auch neue Freunde findet, die man später auch in ihrem Heimatland besuchen kann, was zu neuen Reisen führt. Man muss sich aber auch bewusst sein, dass man während der Reise mit Menschen auf engstem Raum zusammenlebt. In Hostels teilt man sich immerhin eine Küche und ein Bad mit wildfremden Menschen. Aber man gewöhnt sich schnell daran.

Welche Lehre kannst du aus dieser Erfahrung für dein Leben mitnehmen?

Katharina: Dass es eigentlich immer eine Lösung gibt. Manchmal ist man am Ende seines Lateins und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Aber dann muss man einfach umdenken. Wie könnte es noch gehen? Man lernt zu recherchieren und andere um Hilfe zu fragen. Es gibt immer einen Ausweg. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass es viel Geld kostet.  Aber es gibt immer eine Lösung – auch wenn es aussichtslos erscheint. Und das ist im täglichen Leben auch so.

 

Welchen Tipp habt ihr für unsere diesjährigen Maturant*innen?

Katharina: Nicht aufgeben! Durchhalten, denn es zahlt sich aus.

Sarah: Genau! Und man muss nicht immer die klassische Route wählen. Es gibt so viele Möglichkeiten nach der Schule. Es ist das erste Mal im Leben, dass man sagen kann: Jetzt steht euch die Welt offen. Und auch wenn euer Wunsch unrealistisch erscheint, wie bei mir, verfolgt eure Träume.

Katharina: Einfach probieren.